Wie findet man aber die entsprechende Tagesmutter? Zunächst einmal sollte man sich an das zuständige Jugendamt wenden. Dort sind Tagesmütter aus der Region aufgelistet, die bereits Qualifizierungsmaßnahmen zur Kinderbetreuung absolviert haben. Regelmäßige Teilnahme an den Fortbildungen ist Voraussetzung, um als Tagesmutter vom Jugendamt vermittelt zu werden. Das Internet bietet Eltern die Möglichkeit in Ruhe zu Hause, auf einer ganzen Reihe von Portalen, nach einer Betreuung für ihre Kinder zu suchen. Zweckmäßig sind auch Gespräche mit Müttern aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis, die bereits schon einmal die Dienste einer Tagesmutter in Anspruch genommen haben. Von ihnen erhält man sicherlich wertvolle Tipps und Ratschläge sowie die eine oder andere Adresse von kompetenten Kinderbetreuerinnen. Im Übrigen gibt es nicht nur Tagesmütter sondern bereits auch Tagesväter. Wobei der Begriff ein wenig irreführend ist, da es nicht zwingend notwendig ist, dass Kinder ganztägig versorgt werden. Teilweise werden Kinder auch nur stundenweise oder an ausgesuchten Tagen fremd betreut.
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Aber bereits in den ersten Telefonaten und Gesprächen mit einer potenziellen Betreuerin, lassen sich entscheidende Punkte, wie Alter, Erfahrung, Wesen und persönliches Erscheinungsbild klären. Vielfach stellt sich unterschwellig schnell das erste "Bauchgefühl" ein. Anschließend sollte ein Treffen mit der Tagesmutter in ihrem eigenen, häuslichen Umfeld vereinbart werden. Schließlich ist das die Umgebung, in der das Kind vielleicht zukünftig betreut werden soll. Neben den Erkenntnissen über die Person an sich, erhalten die Eltern so Einsicht in die räumlichen Gegebenheiten. Entscheidend sind nicht nur die Anzahl der Räume und ihre Größe. Viele Eltern legen Wert darauf, dass Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten sowie ausreichend Platz zum Spielen und Toben, idealerweise ein Garten, zur Verfügung stehen. Darüber hinaus sind Ordnung, Sauberkeit und hygienisch einwandfreie Verhältnisse, besonders in Küche und Badezimmer, unverzichtbar. Ausschlaggebend kann auch die Zahl der zu betreuenden Kinder in diesem Haushalt sein. Deshalb sollten Eltern sich darüber informieren, ob die Tagesmutter noch eigene Kinder oder zusätzliche Tageskinder zu betreuen hat. Dies gibt Aufschluss darüber, ob das eigene Kind die Aufmerksamkeit und Zuwendung erhält, die es benötigt.
Viele Kinder werden über Mittag betreut und erhalten regelmäßige Mahlzeiten. Deshalb ist es notwendig, Abneigungen bei Nahrungsmitteln oder Lebensmittelallergien zu erwähnen. Auch wenn spezielle „Problemchen“ vorliegen, Ihr Kind etwa Bettnässer ist, sollte vorher darüber geredet werden. Absprachen bezüglich der Erziehung sind enorm wichtig bei der Fremdbetreuung. Schließlich sollten in der "Zweitfamilie" die gleichen Regeln wie zu Hause gelten. Kinder benötigen feste Regeln und Linien für ihre persönliche Entwicklung. Um Missverständnisse auszuschließen, sind die Werte- und Moralvorstellungen beider Seiten bereits im Vorfeld zu erörtern und abzuklären. Als nächstes sollten die Eltern Gelegenheiten arrangieren, bei denen sich das Kind und die Tagesmutter persönlich kennenlernen können. Aufmerksame Eltern werden anhand der Reaktion ihres Kindes sehr schnell feststellen, ob sie die richtige Tagesmutter ausgewählt haben.
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